Warum es sich lohnt, hinter die Kulissen des Lebens zu blicken

Nein, es ist kein Zufall, dass ich im Internet über die so genannten „vier indischen Gesetze der Spiritualität“ gestolpert bin. Denn – wie so viele von euch – glaube auch ich schon lange Zeit nicht mehr an Zufälle. Eher sehe ich jetzt diesen „Zufall“ als einen dezenten Hinweis von oben, die spirituellen Gesetzmäßigkeiten auf meinem Blog zu veröffentlichen und sie vielen zugängig zu machen. Hier sind sie also:

Erstes Gesetz: Die Person, die dir begegnet, ist (immer) die richtige

„Wie bitte? Soll das ein Witz sein?“, höre ich einige von euch fragen. „Mein Ex-Mann, der keine Alimente zahlen will? Die Schwester meiner Freundin, die ihr den Mann ausgespannt hat? Mein chauvinistischer Chef, die die Frauen verachtet und sie dementsprechend behandelt? Das mit der richtigen Begegnung ist jetzt nicht wahr, oder?“

Wenn wir die vertraute menschliche Denkebene verlassen und von oben auf unser Leben schauen, glauben wir dann immer noch, dass unser Leben von Zufällen bestimmt wird? Was wäre dann mit unserem freien Willen? Mit unserer inneren Freiheit? Mit einem höheren Plan, dem wir vor langer, langer Zeit – als wir noch als Seelen auf einer anderen Ebene weilten – zugestimmt haben?

Niemand kommt zufällig in dein Leben. Jeder Mensch hat eine Botschaft, eine Lernerfahrung oder eine sonstige Bereicherung für dich. Dass das nicht immer nur angenehme sind, hängt mit uns Menschen zusammen. Denn, seien wir doch ehrlich: Brauchen wir nicht hin und wieder vom Leben einen Tritt in den Po, um uns weiterzubewegen, um unsere Komfortzone zu verlassen und ein paar Schritte auf unserem Entwicklungsweg voranzukommen.

Zweites Gesetz: Das, was passiert, ist das Einzige, was passieren konnte

Hast du dir schon einmal gedacht: „Hätte ich mich nur nicht auf diesen Mann eingelassen!“ oder „Hätte ich nur besser verhütet!“ oder „Hätte ich doch schon früher Frieden mit meiner Familie geschlossen!“…?

Vergiss es gleich wieder! Alles ist gut, so wie es ist! Nein, das ist keine Beschönigung, sondern eine Betrachtungsweise, für die man die menschliche Sichtweise beiseite schieben und auf eine spirituelle oder zumindest ganzheitliche umschalten sollte.

Ja, es war gut und richtig, dass du dich genau auf diesen Mann eingelassen hast, denn nur durch ihn konntest du genau die Erfahrungen machen, die wichtig für dich waren. Vielleicht hat es länger gedauert, bis du das erkannt hast. Vielleicht brauchte es mehrere Männer, die dir nicht gut getan haben, um die eine – für dich so wichtige – Erfahrung zu machen. Aber all das brachte dich auf deinen Weg, machte dich stark, zäh und vielleicht ein Stückchen unabhängiger. Wir lernen freiwillig – aber noch viel häufiger unfreiwillig. Deshalb seien wir dankbar, dass immer genau das in unser Leben tritt, was wirklich wichtig für uns und unsere Entwicklung ist.

Drittes Gesetz. Jeder Moment, in dem etwas beginnt, ist der richtige Moment

Früher konnte jedes Kind selbst entscheiden, wann es zur Welt kommen wollte. Es gab keinen Kaiserschnitt und keine Wehenverstärker. Es kam, als die Zeit genau richtig dafür war, als seine Seele sagte: „Go!“

Heute wollen wir alles planen: Den richtigen Zeitpunkt zum Kinderkriegen, zum Heiraten, zum Karrieremachen, zum … Klar, unser heutiges Leben ist sehr komplex und wir wollen nichts „Freund Zufall“ überlassen. Aber haben wir schon einmal darüber nachgedacht, die Zügel unseres Lebens ein wenig mehr zu lockern, spontane Entscheidungen zu treffen oder das Leben auf uns zukommen zu lassen? Wir haben keine Ahnung davon, was wir alles schon versäumt haben, weil wir dem Leben immer mal wieder durch unsere Planungen hineingepfuscht haben.

Deshalb: Locker lassen, entspannen, zurücklehnen und im Vertrauen bleiben, dass alles zum richtigen Zeitpunkt auf uns zukommen wird, was wichtig für uns ist! Wenn es uns gelingt, unserem Ego ein kleines Pflaster über den Mund zu kleben, damit es sich ein wenig leiser bemerkbar macht, wird uns das Fließenlassen leichter gelingen.

Viertes Gesetz: Was zu Ende ist, ist zu Ende

Wenn eine Packung Milch abgelaufen und der Inhalt sauer ist, dann ist es mit der Milch vorbei. Dann kannst du machen, was du willst, die Milch wird nicht mehr frisch. Wenn deine Partnerschaft zu Ende bzw. eure Liebe füreinander erloschen ist, dann kannst du ebenfalls machen, was du willst. Sie hat aufgehört zu existieren. Vielleicht schaffst du es, die Beziehung in eine Freundschaft umzuwandeln. Oder aber du hältst im Außen an der Beziehung fest, weil eine Trennung für dich nicht in Frage kommt. Aber im Herzen ist die liebevolle und beglückende Beziehung tot. Aus die Maus!

Ja, das kann sehr traurig sein, und viele von uns knabbern sehr lange daran. Es fällt ihnen schwer, ihre Vorstellungen und Erwartungen, ihre Wünsche und ihre Träume loszulassen. Schon wieder dieses Wort „Loslassen“. Wer kann das überhaupt noch hören?

Die Kunst des Loslassens sollte uns ein Leben lang begleiten, denn es besteht ja eigentlich aus einer Aneinanderreihung von längeren oder kürzeren Lebensabschnitten. Und wenn wir die nicht verabschieden können, entwickeln wir uns nicht weiter. Was aber nicht bedeutet, dass wir uns alle paar Jahre von jemandem trennen sollten. Denn auch die Weiterentwicklung unserer Liebe und unserer Partnerschaft ist ein Prozess des Loslassens. Wir verabschieden uns dabei jeweils von jenem Menschen, der wir selber über einen langen Zeitraum waren, und entdecken uns  dabei wieder vollkommen neu. Sobald wir jedoch Ende und Neubeginn, Transformation und Veränderung ganz bewusst in unser Leben lassen, dann wird es ein erfülltes und sehr glückliches werden. Davon bin ich aus tiefstem Herzen überzeugt!

PS: Übrigens, ich müsste jetzt ganz weit ausholen um ausführlicher zu erklären, warum ich vor vielen Jahren aufgehört habe, an Zufälle zu glauben. Tatsache ist für mich, dass es hinter den vordergründigen Blicken auf unser Leben noch viele bedeutsame spirituelle Gesetzmäßigkeiten gibt, mit denen wir Menschenseelen untrennbar verbunden sind. Sozusagen mit einer höheren spirituellen Ordnung. Doch – wie gesagt – das ist eine andere Geschichte. Vielleicht schreib ich mal darüber.

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