Frauen, steht zu eurer Figur und eurem Körper!

Sie modelte schon mit 12 und ist heute eines der bekanntesten und sympathischsten „Curvy Models“ der Welt. Ashley Graham, die heute 29-Jährige aus Nebraska (USA), hatte es aufgrund ihrer Figur (sie trägt Größe 44) nicht immer leicht, so akzeptiert zu werden, wie sie ist.

„Eigentlich bist du ganz hübsch für eine Dicke!“ oder „Du könntest viel mehr Geld verdienen, wenn du abnimmst!“ Sätze wie diese machten sie wütend und verletzten sie. Doch sie verwandelte diese Verletzungen in Stärke und schaffte es auf den internationalen Laufsteg. Diesen Weg ging sie aber nicht nur für sich selbst, sondern stellvertretend für viele andere Frauen, die mit ihrem Körper unzufrieden sind, weil er nicht dem gängigen Schönheitsideal entspricht.

Ashleys Entwicklung geschah natürlich auch nicht über Nacht. Denn sie zweifelte lange Zeit an ihrem Aussehen und wurde sich selbst beinahe untreu, weil sie immer wieder von andern Menschen verunsichert wurde. Auch ihr Ex-Partner respektierte sie nicht so, wie sie war.

Ashley überwand diese Krise mit Hilfe von Freunden und ihrer Mutter, die ihr immer wieder sagten, welch wertvoller Mensch sie sei, und dass sie alles schaffen könne, was sie sich vorgenommen habe. Auch ihr jetziger Mann bestärkte sie darin, sie selbst zu sein und sich so zu anzunehmen und zu lieben, wie sie ist.

DIE WELT WAR BISHER NOCH NICHT REIF FÜR KURVIGE FRAUEN

Heute ist Ashley klar, warum es mit ihrer Karriere so lange dauern sollte und erst relativ spät von Modefotografen und Illustrieren wahrgenommen und als Plus-Size-Model gebucht wurde. Die Welt war noch nicht reif für starke Frauen so wie sie (im doppelten positiven Sinn gemeint).

Erst in den letzten Jahren – und auch das nur aufgrund von Social Media – begannen sich Modefirmen für Shootings mit Ashley zu interessieren. Sie repräsentiert dabei jene große Gruppe von Frauen, die von Designern bisher als potenzielle Kundinnen übersehen wurde. Denn starke Frauen passten bisher einfach nicht in die viel zu eng gesteckten Vorstellungen, die die Modebranche von „idealen“ Körpergrößen und -formen hatte.

GEGEN DEN SCHLANKHEITSWAHN UND FÜR EIN NEUES KÖRPERGEFÜHL

Deshalb steht Ashley für eine neue Art von Emanzipation, die Frauen weg vom Schlankheitswahn und hin zu einem positiven Körpergefühl führen möchte. Dass sie damit sehr erfolgreich ist, bestätigen ihr viele Frauen. Ashley bekommt sehr viele dankbare Rückmeldungen von ihnen, weil sie ihnen Mut macht, zu sich selbst und ihren Kurven zu stehen und weil diese Frauen aufgrund von Ashleys Vorbildwirkung erstmals wagen, trotz Plus-Size in der Öffentlichkeit einen Bikini zu tragen.

Ashley: „Schönheit ist Einstellungssache! Ich sehe mich nicht nur als Model, sondern auch als body activist. Und dabei geht es ja nicht nur um Größen! Ich will dass jede Frau, egal welcher Hautfarbe, egal welche Probleme sie hat, weiß: Da draußen gibt es viele, denen es genauso geht wie dir. Also zeig, was du hast!“

Quelle: myself 4/2017, Photo:telemundo.com

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