Es geht nicht um weiblich gegen männlich

Das Frauen-Interview mit Margit Mallegg

Margit, ich habe von dir den Satz „Solange die Welt von Männern über 60 regiert wird, ist Zukunft schwer möglich“ im Internet gelesen und musste schmunzeln. Magst du das näher erklären? Ich meine im Grunde nicht Männer im Allgemeinen, sondern jene, die in der Öffentlichkeit über die Medien seit vielen Jahren zu sehen sind … in ihren grauen Anzügen und immer mit den gleichen Sprüchen: „Jetzt werden wir das und das ordentlich machen, gut machen, verantwortungsvoll damit umgehen, nachhaltig arbeiten usw. … bla, bla, bla“ … immer das Gleiche, das im Grunde nur aussagt, dass diese Dinge anscheinend vorher nicht ordentlich gemacht wurden?!

Ich kann mich nicht erinnern, dass einer dieser Herren sich selbst verändert hat, dass er aus seinen Fehlern gelernt hätte oder dass er ehrlicherweise zugibt, dass ein anderer (vermeintlicher Konkurrent) etwas sehr gut gemacht hätte zum Beispiel. Da werden immer nur die anderen schlecht gemacht, anstatt den Fokus auf das Gute zu lenken – egal von wem – denn letztlich spielt es doch nur eine Rolle, dass für die Menschen eine laufende Verbesserung stattfindet, oder?.

Du hast beruflich verschiedene Lebensabschnitte hinter dir und bist unter anderem Astrologin, Energetikerin und Systemischer Coach. Wie bist du darauf gekommen? Das war schon immer als großes Interesse da. Vor rund 30 Jahren habe ich angefangen, Astrologie (Münchner Rhythmenlehre) zu lernen, um das Leben mit all seinen Facetten besser zu begreifen. Später sind die Arbeit mit psychosomatischer Energetik, die Arbeit als Systemischer Coach u.v.m. dazugekommen. Aber im Grunde ist es immer um das Leben selbst und die großen Fragen darüber gegangen: wie sind die Zusammenhänge, wie läuft es wirklich, was steckt wirklich hinter einer Krankheit, warum fühlen sich viele Menschen wertlos oder haben so große Angst – und vor allem, was kann man wirklich dagegen tun (denn Tabletten können dauerhaft nicht die Lösung sein), was sind die universellen Lebensgesetze usw.? Und am wichtigsten: was kann ich selbst tun, um mein Leben zu verbessern und glücklich zu sein? Viele Antworten dazu habe ich – Gott sei Dank – auf diesem Weg gefunden. Auch dazu, wie es möglich ist, diese in das ganz normale Alltagsleben zu integrieren: nicht entweder – oder, sondern sowohl – als auch.

Seit einigen Jahren bist du auch Herausgeberin und Chefredakteurin des Magazins „JA – für gesunde & positive Lebenswerte“. Worauf legst du den besonderen Fokus in deiner Zeitschrift?  Auf positive, sinnvolle Lösungen in allen Bereichen – auch wenn sie dem „alten, herkömmlichen“ Weltbild nicht entsprechen. Und zu zeigen, dass es in jedem Bereich (Wirtschaft, Gesundheit, Zeitgeist, Zuhause etc.) schon viele neue Möglichkeiten und tolle Menschen gibt. Auf Authentizität, auf Ehrlichkeit und auf Vielfalt, genauso wie auf eine einfache, verständliche Sprache. Leichtigkeit, gepaart mit Lebenstiefe und Humor – das ist mein Traum.

Es ist dir auch ein besonderes Anliegen, Frauen in ihrer Weiblichkeit zu stärken und sie zu ihrem ursprünglichen Bewusstsein zurückzuführen. Allerdings – das ist eines meiner größten Anliegen, seit ich mich erinnern kann. Es läuft für mich heute darauf hinaus, dass Frauen sich einfach wiedererkennen in ihrer Stärke und Kraft und dass dies nicht über den Verstand, die Wissenschaft und Technik oder den Kampf „weiblich gegen männlich“ geht, sondern über das weibliche Ur-Sein und den Mut, das einfach zu leben. Mein Motto dazu war irgendwie immer: „Ignoriere die vermeintlichen Widerstände von außen und mach einfach das, von dem du fühlst, dass es richtig ist“.

Was wünschst du dir für die Mädchen und jungen Frauen unserer Zeit? Dass sie das Bewusstsein und die Hingabe ans Leben wieder erlernen, denn dann geht alles leicht. Ich meine: alles, was für mich bestimmt ist und sein soll, kommt sowieso, aber es erfordert Urvertrauen, was ich ihnen von Herzen wünsche. Ich muss nichts mit Gewalt durchsetzen oder kompliziert planen – das verhindert eher den Fluss des Lebens. Dass sie Angst und Sorgen als Illusionen erkennen und diese Dinge als Unterstützung zum Lernprozess nutzen.

Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Freude und Erfolg mit deinen Projekten!

Margit Mallegg lebt in Klagenfurt (Kärnten/Österreich) und ist Herausgeberin und Chefredakteurin vom „Ja-Magazin für positive & gesunde Lebenswerte“; Homepage: www.ja.or.at. Darüber hinaus arbeitet sie mit psychosomatischer Energetik, Astrologie und Vaastu (altes Wissen aus den indischen Veden für gesundes, harmonisches Wohnen), hat derzeit eine Radiosendung auf Radio SOL: Ja-Radio und Lebensglück-Astrologie (zum Nachhören über: www.ja.or.at ) und es entsteht gerade „Ja-Wohnen“… eben im Fluss des Lebens, so wie es halt kommt.

 

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